Die Fitness-Bloggerin
Susan Bäthge will es sportlich noch einmal richtig wissen. Hier schreibt sie über ihr Training - und das aufregende wie anstrengende Leben einer Single-Frau in Berlin.
1,2,3 – aufi geht´s!
Es ist längst überfällig zu schreiben…in den vergangenen zwei Monaten ist nur so unfassbar viel passiert, dass ich mir einfach nicht die Zeit genommen habe, das auch alles festzuhalten. Kurzfassung: Bergwandern am Tegernsee, Windsurfen (zuschauen) auf Sardinien, Kitesurfen (bewundern) auf Sardinien, Yoga am Strand (morgens um 7), Zerrung im Rücken (unfreiwillig) … und erst jetzt wieder fit für täglichen Sport (hurraa!). Die Bergwanderung: Mit einer lieben Freundin aus München Ende April mit der BOB Bahn an den Tegernsee (genial diese Verbindung von MUC Hauptbahnhof), die Sonne knallte und oben lag Schnee. Als kleines Mädchen habe ich mich übrigens strikt geweigert, heute liebe ich es, Berge zu besteigen. Wenn auch die Bronchien (Asthma!) manchmal etwas streiken. Diesmal ging es gut. Nach gefühlten zehn Stunden Aufstieg, in denen wir uns durch Schlamm- und Schneemassen kämpften (bisl Übertreibung muss hier sein und ist hier angebracht), erreichten wir schließlich den Gipfel. Die letzten steilen Meter trug mich, ehrlich gesagt, ausschließlich die Vorfreude auf eine überdimensional große Holundersaftschorle, einen Liegestuhl und ein halbes Hähnchen. Oder ein halbes Reh. Oder ein Lamm. Kein Schwein. Leider hatten alle Hütten geschlossen, wie üblich in dieser “Zeit zwischen Ostern und Hochsaison”. Zum Glück hat meine Freundin vorgesorgt – eine Flasche Wasser und zwei Müsliriegel retteten uns vor dem Hungertod. Und Tanie rettete mich am Abend vor einem Mördermuskelkater, mit ihren sanften Händen und “Re-Balancing”: Eine wunderbare Massageform, die das Chi wieder zum Fließen bringt. Nicht nur das Chi …! Zwei Wochen später ging mein Flieger ab in den Süden, mit 15 anderen Sportbegeisterten. Windsurf Village in Porto Pollo, Baia dei Delfini – ein ideales Kite- und Windsurfrevier. Und Delfine haben wir auch gesehen. Nur leider zog ich mir am zweiten Tag eine fürchterliche Zerrung im Rücken zu, beim Yoga oder wobei auch immer. Zur Ruhe gezwungen, grrrr…! Surfen adé und in Erinnerungen schwelgen, als ich mit meinem ersten Freund die Sommerwochenende auf Sylt oder in Dänemark verbrachte, mit handgeshapeten Brettern. Wo sich Surferbräute halt so wohlfühlen! Die Zeit in bella Italia war dennoch sehr schön und die Zerrung ist mittlerweile halbwegs auskuriert, dank Akupunktur und Massagen, Physiotherapie und Stützkorsett. Echt sexy, so ein Korsett – mit High Heels und sonst nichts ;=)! Halleluja, das Älterwerden hinterlässt echt langsam seine Spuren. Aber – um meiner Maxime wieder einmal treu zu bleiben: Hinfallen kann jeder, aber auch das Aufstehen muss gelernt sein …
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