Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’
Ich habe seit kurzem zwei von diesen extra großen 50 l Mülleimern mit Schnappverschlüssen. Ich muss die Deckel mit dem Finger antippen, dann öffnen sie sich. Ich mag diese Mülleimer. Ich habe sie auf ein Obstkiste gestellt, damit sie eine angenehme Höhe haben, und ihnen aus einem alten weißen Duschvorhang eine hübsche Husse bis zum Boden genäht.
Heute muss ich sie mal wieder leeren. Ich hieve also eine volle schwere Tüte heraus, knote sie zusammen, nehme den losen Deckel und reinige ihn gründlich in der Spüle. Dann nehme ich ein Geschirrtuch, rubbele innen den Deckel trocken, – und auf einmal macht es
“Pling!”
Sie kennen dieses Geräusch. Das kurze Schnappen einer Metallfeder auf Plastik. Verblüfft schaue ich auf die Innenseite – und was sehe ich? Eine der beiden Schnappfedern im Eimerdeckel fehlt! Ich drücke den Deckel zu, er geht nur mühsam wieder auf. Ich schaue links, ich schaue rechts, ich gucke auf den Boden, im Toaster, hinter die Küchenmaschine, auf die Regale. Die blöde Feder bleibt verschwunden. Ich meine, wie weit kann eine so kleine Metallfeder schon springen? Ich habe wahrlich keine große Küche, aber der Möglichkeiten gibt es viele.
Kennen Sie das? Gerade waren Sie noch gut gelaunt und hatten Pläne für den Tag, und wollten nur noch mal schnell was auf dem Weg erledigen, und dann passiert so was Nichtiges, Blödes, und Sie wissen ganz genau, wenn Sie dieses winzige Ding jetzt nicht finden, ist der Mülleimer praktisch vorerst im Eimer. Und dann können Sie losrennen und in ellenlangen Baumarktregalen den richtigen winzigen Draht oder die Feder suchen, Sie wissen nicht einmal den korrekten Namen (ich sehe schon den Verkäufer: Schnappfeder? Schnappfeder? Was für ´ne Schnappfeder?) und alles dauert Stunden und Jahre und vielleicht ist sowieso alles für die Katz. Diese kleinen Dinger sind ja manchmal unmöglich zu finden!
Also suche ich in der Küche.
Nichts. Weit und breit keine Feder.
Es bleibt mir nichts anderes übrig: Ich hocke mich schlecht gelaunt neben die riesige, volle Mülleimer-Tüte, die ja so wahnsinnig praktisch ist, weil man sie nicht so oft zu den Mülltonnen tragen muss, öffne die Knoten und suche in dem stinkenden Ding. Wenn die Feder da vor der Leeraktion hineingesprungen ist, wäre es dumm, den Müll zu entsorgen. Stück für Stück hole ich den Inhalt heraus und lege ihn in eine neue Mülltüte, und mit jedem Stück wird meine Laune dunkler. Uaaah! Große Mülleimer bergen Überraschungen… Ich erspare Ihnen das. Ich also durch den Müll – aber wieder nichts! Stattdessen kippt die Tüte auf einmal um und jetzt liegt auch noch ekliger Müll auf dem Fußboden!
In diesem Moment überschwappt mich eine große Welle Selbstmitleid. Ich stehe schwerfällig auf, trotte zur Spüle, nehme Papiertücher und einen Wischlappen und gehe mit düsteren Gedanken wieder zur Mülltüte – und da, auf einmal, da – Sie werden es nicht glauben! – , liegt auf einmal neben der Tüte auf dem Boden die Feder! Keine Ahnung, wie sie da unentdeckt hingekommen ist. Sie war tatsächlich schon früher in den Müll gefallen, und ich hatte es nicht gemerkt.
Jetzt frage ich Sie: Ist es nicht ein Glück, dass mein Mülleimer beim Trocknen “Pling!” gemacht hat, obwohl gar nichts dabei abgesprungen war? Ich hätte doch sonst nie in der Mülltüte nachgeschaut!
Ich sage Ihnen – man weiß nie, wozu etwas gut ist. Mann, hatte ich heute ein Glück!
ulrike: Tuesday, 07. May 2013, 15:43 in
Allgemein
Ich bin eine Spindelmäherin, jawohl! Und zwar eine ganz begeisterte. Wenn Sie nicht wissen, was das ist – man könnte auch sagen: Rasenmäherin – mit einem Rasenmäher ohne Motor. Mit einem Spindelmäher eben. Solche Rasenmäher gab es früher ja nur. Als es noch keine elektrischen Gartengeräte gab. Ich kann nicht beurteilen, ob die moderne Wissenschaft hier Quantensprünge vollbracht hat. Ich kann mich an meine Kindheitsjahre mit einem Rasenmäher in der Hand leider nicht erinnern, obwohl ich bestimmt ein sehr fleißiges und rühriges Gartenhelferkind war (hüstel…) und so ist ein direkter Erfahrungsvergleich leider von mir nicht machbar. Aber ich kann sagen, wie gut mir dieser moderne Spindelmäher tut.
Was fand ich das Rasenmähen bis vor kurzem anstrengend! Dieser schreckliche Motorenkrach. Dieser Aufwand. Das Kabel, das mir immer wieder vorwitzig vor die Beine krabbelte. Zugegeben ist mein elektrischer Rasenmäher nicht mehr der jüngste, aber wenn ich auf den Nachbargrundstücken die neuesten Exemplare dröhnen höre, kommen die mir auch nicht leiser vor.
Ich habe diese Lautstärke als so unangenehm empfunden, dass ich das Rasenmähen immer wieder gerne verschoben habe. Und dann waren natürlich die Halme irgendwann so lang, dass ich sie oft schwer atmend vom Rasen UND aus dem Mäher kratzen musste. Stecker raus, Maschine umdrehen, säubern, Stecker rein, wieder von vorne loslegen. Rasenmähen war eine lästige Pflicht.
Jetzt aber habe ich diesen Spindelmäher und den trage ich am Griff wie eine Einkaufstasche aus der Laube und dann schiebe ich ihn über den Rasen – und ich höre nur dieses Schnipp- Schnipp und das Aufprallen der Halme in dem Metallbehälter. Es klingt fast wie ein musikalischer Ton … Na gut, ich will nicht übertreiben, das ist vielleicht doch ein bisschen weit hergeholt, aber ich bin ehrlich so begeistert, dass ich jetzt alle paar Tage mähe – und dadurch muss ich überhaupt keine Halme mehr aufsammeln! Sie sind so kurz, ich lasse sie einfach liegen. Außerdem kann ich zu allen Tageszeiten mähen – es stört keinen mehr. Wenn man sich da nicht freuen darf!
Ist es nicht merkwürdig? Ich stelle auf einmal fest, dass nicht das Mähen selbst anstrengend war (das geht jetzt recht fix und ist gar nicht unangenehm), sondern der Krach dabei.
Ich habe gehört, dass das Klingeln des eigenen Handys Stressareale im menschlichen Gehirn aktiviert, selbst wenn man auf einen Anruf vorbereitet ist. Wundert mich gar nicht mehr. Wäre doch mal interessant, diese Areale im Gehirn auch mal eingehend auf die Wirkung von elektrischen Rasenmähern, Heckenscheren, Laubbläsern und sonstigem Gedröhn zu untersuchen…
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Empfohlen sind Spindelmäher bis zu einer Rasenfläche von 250 qm. Ich habe den GARDENA Spindelmäher 380 C, der auch bei Stiftung Warentest Testsieger war.
Hier geht es zur Website des Herstellers:
http://www.gardena.com/de/rasenpflege/spindelmaher/380-c/
ulrike: Thursday, 25. April 2013, 15:57 in
Allgemein
Allen Liebhaberinnen und Liebhabern von Unterhaltungsromanen kann ich wärmstens ein Buch von Heike Abidi empfehlen, das gerade erst vor ein paar Tagen veröffentlicht wurde: “Wahrheit wird völlig überbewertet”. Heike Abidi hat letztes Jahr mit dem Roman “Zimtzuckerherz” debütiert und sie hat 2012 mit diesem ersten Buch gleich viele Anhänger/innen gefunden.
In “Wahrheit wird völlig überbewertet” kommt ihre Hauptfigur Friederike, die mit ein paar Wonneröllchen zu viel gesegnet ist, in die dumme Situation, von ihren Arbeitskollegen für schwanger gehalten zu werden. Anders als erwartet, scheint diese Schwangerschaft ihr ungeahnte Vorteile zu bringen, und so schlawinert sich Friederike von einem Tag zum anderen und bringt es einfach nicht über sich, die Wahrheit zu erzählen.
Wie Friederike es schafft, diese hanebüchene Lüge über Monate aufrecht zu erhalten und dabei von einer komischen Situation in die nächste schliddert, hat Heike Abidi überaus witzig und warmherzig erzählt. Friederike ist mir allen merkwürdigen Anwandlungen zum Trotz oder gerade deswegen ans Herz gewachsen. Ich musste manches Mal laut lachen. Und ich war bis zum Schluss gespannt, wie sie aus diesem Lügengeflecht wieder herauskommt.
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Heike Abidi: Wahrheit wird völlig überbewertet
Knaur TB, 320 Seiten, ISBN: 3-426-51209-2, erschienen am 1.2.2013, EUR (D) 8,99
Und hier geht es zur Seite der Autorin:
http://www.abidibooks.de/
Und hier zur Verlagsseite:
http://www.droemer-knaur.de/sixcms/detail.php?id=7777039&template=dkr_buch_detail
ulrike: Monday, 04. February 2013, 11:42 in
Allgemein
Im August diesen Jahres erschien die bemerkenswerte Autobiographie der Friedensnobelpreisträgerin Leymah R. Gbowee. Gbowee ist das Herz und der Kopf der afrikanischen Frauenfriedensbewegung. Ihr Buch entstand unter Mitarbeit der New Yorker Journalistin Carol Mithers und ist in jeder Hinsicht lesenswert.
Gbowee erzählt in einer klaren Sprache von ihrem Leben. Mit 17 Jahren ist sie eine junge schöne Frau, die Medizin studieren will und ein unbeschwertes Leben führt. Mit Einbruch des Bürgerkriegs verliert sie alles. Sie muss nicht nur mit den Greueln des Krieges leben, sondern verliebt sich in den Falschen und landet in einer gewaltvollen, demütigenden Ehe. Sie liegt im wahrsten Sinne des Wortes immer wieder am Boden. Ihre vier Kinder sind ihr Trost und Fessel zugleich. Sie kann sich selbst nur noch hassen.
Wie Gbowee sich aus dieser verzweifelten Frau in die charismatische Anführerin der Frauenfriedensbewegung entwickelt, ist ergreifend zu lesen. Das Buch ist kein Kriegsbuch im herkömmlichen Sinne. Gewalt wird nicht Anschauungsobjekt, sondern bleibt bei aller Tragik bei dieser Autobiographie weitgehend im Hintergrund. Es geht um die Kraft der Frauen und was sie zu bewegen vermag. Gbowee erzählt, wie Christinnen und Musliminnen sich solidarisieren und zusammen für Frieden kämpfen, aber auch von den vielen Schwierigkeiten mit der Regierung und auch unter den Frauen. Und “Wir sind die Macht” zeigt auf eindrückliche Weise, wie sehr wir auch als Einzelne Einfluss nehmen können.
Leymah R. Gbowee: Wir sind die Macht: Die bewegende Autobiographie der Friedensnobelpreisträgerin.
Unter Mitarbeit von Carol Mithers, aus dem Amerikanischen von Susanne Held
Klett-Cotta, 1. Aufl. 2012, 319 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Tafelteil mit 9 Farbabbildungen
ISBN: 978-3-608-94739-7
EUR 21,95
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Und hier geht es zur Verlagsseite:
http://www.klett-cotta.de/buch/Gesellschaft_/_Politik/Wir_sind_die_Macht/26913
Und hier geht es zu einem kurzen Film auf 3sat, der das Leben der Friedensnobelpreisträgerin kurz umreißt:
http://www.3sat.de/mediathek/index.php?display=1&mode=play&obj=32892
ulrike: Friday, 14. December 2012, 14:27 in
Allgemein
Wenn ich mal den Alltag vergessen will, abtauchen möchte und mich nur noch amüsieren und mitreißen lassen will, lese ich gerne Bücher von Kerstin Gier. Kaum eine andere deutsche Autorin hat so viel Witz und Herz in ihren Frauenromanen. Kein Wunder, dass Kerstin Gier unglaubliche Erfolge nicht nur in Deutschland, sondern mittlerweile auch weltweit verbucht. Vor wenigen Wochen war Saphirblau (Sapphire Blue) auf der New Times Bestsellerlist für Kinder. Und “Rubinrot” ist jetzt in Deutschland verfilmt worden. Der Kinostart ist der 14. März 2013. Ich freue mich sehr für diese sympathische Autorin.
“Liebe geht durch alle Zeiten” ist eine Sonderausgabe des Arena Verlags, die alle drei Bände (der erste erschien 2009) in einem schönen hochwertigen Schuber präsentiert. Diese Abenteuerbücher sind zwar eigentlich für Jugendliche von 12 bis 15 Jahre empfohlen, aber das spielt keine Rolle. Wie praktisch, dass Mütter und Töchter gleichermaßen beglückt sind! Diese Geschichte von Gwendolyn, die durch die Zeit reisen kann und allerlei Gefahren und Abenteuer erlebt, macht einfach Spaß und ist sooo romantisch…
Oder wie Kerstin Gier in ihrer Widmung zu Smaragdgrün schreibt:
“Für alle Marzipanherzen-Mädchen dieser Welt (und ich meine wirklich alle Mädchen. Es fühlt sich nämlich immer gleich an, egal ob man 14 Jahre alt ist oder 41.)”
Was Marzipanherzen-Mädchen sind, das finden Sie in den Büchern selbst heraus. Ich habe mir übrigens sagen lassen, dass Väter und Söhne auch nicht abgeneigt sind…
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Gier, Kerstin: Liebe geht durch alle Zeiten. Rubinrot/Saphirblau/Smaragdgrün, gebundene Sonderausgabe, 1248 Seiten, Arena Verlag, ISBN 978-3401067636, EUR 39,99
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Und hier geht es zur Verlagsseite
http://www.arena-verlag.de/reihe/liebe-geht-durch-alle-zeiten
Und hier zu Kerstin Giers lebhafter Facebook-Seite:
http://de-de.facebook.com/pages/Kerstin-Gier/105372526159917
Und hier die schöne Edelstein-Trilogie-Fanseite:
http://die-edelstein-trilogie.blogspot.de/
ulrike: Monday, 10. December 2012, 12:39 in
Allgemein
Ich hatte gelesen, dass John Jeremiah Sullivan als der beste Non-Fiction Autor der USA gilt. Das hat mich neugierig gemacht. Wie schreibt dieser 37-jährige Autor, dass sich die Kritiker vor Begeisterung geradezu überschlagen? Ich kannte Sullivan nicht, der Herbst 2011 in den USA offenbar wahre Jubelstürme entfacht hatte.
Ich hatte mit stilsicheren Ausführungen gerechnet. Mit kunstvollen Sätzen und Beschreibungen. Mit Gehirngymnastik, akademischen Schachzügen und derlei abgehobenem Zeug. Ich hatte mit mehr oder weniger blutleeren Essays gerechnet, die sich auf intellektuell höchstem Niveau bewegen.
Und ich wurde auf das Angenehmste überrascht.
Denn Kunst und Klugheit sind ohne Zweifel in seinen Texten, aber Sullivan schreibt alles andere als verkopft. Tatsächlich wirkt er wie der nette Typ aus der Zeitungsredaktion. Der Reporter, der vor Ort recherchiert und verdammt neugierig ist. Seine Texte sind eine beglückende Mischung aus Reportage und Erzählung. Dieser Autor BRENNT für seine Sache. Das, worüber er schreibt, ist ihm merklich wichtig. Er sieht, er beobachtet, er schreibt aus der Ich-Perspektive – ob über ein christliches Rockfestival, Axle Rose, die Tea-Party-Bewegung, Reality-TV oder Naturforscher – und er ist mit Leib, Herz und Seele dabei. Er scheut sich nicht, Privates und Schwächen aus seinem eigenem Leben völlig uneitel in direkten Bezug zu seinen Beobachtungen zu setzen. Das macht seine Texte ungeheuer aufregend. Die Welt und Ich, Ich und die Welt. Im Grunde eins. Ich lese diese 15 Texte in “Pulphead” und bin immer wieder regelrecht elektrisiert. Da ist einer, der keine Angst hat, er selbst zu sein und sich von anderen berühren zu lassen. Was für eine Lesefreude! Ich kann die Begeisterung seiner Kritiker bestens verstehen.
John Jeremiah Sullivans “Pulphead. Vom Endes Amerikas” nicht nur wärmstens, sondern heiß empfohlen.
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John Jeremiah Sullivan: Pulphead. Vom Ende Amerikas. Aus dem Englischen von Thomas Pletzinger und Kirsten Riesselmann.
Suhrkamp Verlag, Berlin, erschienen 17.09. 2012.
416 Seiten, 20 Euro.
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Und hier geht es zur Verlagsseite:
http://www.suhrkamp.de/autoren/john_jeremiah_sullivan_8796.html
ulrike: Thursday, 15. November 2012, 21:12 in
Allgemein
Vielleicht ist es Ihnen schon so gegangen wie mir. Vielleicht haben Sie tatsächlich letztes Jahr gedacht, dass Sie mit einer Nintendo wii ein hochmodernes Gerät erworben haben, das Ihre lieben Kinderchen noch Jahre erfreut.
Und vielleicht ist dann was kaputt gegangen. Sagen wir mal: ein Jahrhunderte alter Fernseher, an dem die Nintendo wii angeschlossen war.
Und nehmen wir mal an, Sie wollten aus diversen Gründen einen neuen Fernseher anschaffen.
Dann haben Sie vielleicht genau wie ich verwirrt mit dem Kabel in der Hand da gestanden, weil Sie nicht wussten, wie Sie das hochmoderne wii-Dingsbums an den neuen hochmodernen Fernseher anschließen können. Denn die Anschlüsse sind heute alle GANZ anders! Und wenn Sie nicht ausdrücklich beim Fernseherwerb darauf geachtet haben, dass mit dem neuen Gerät noch eine mittelalterliche Spielekonsole angeschlossen werden kann, stehen Sie vielleicht wie ich auf einmal ganz blöd da. Ich gehe jetzt nicht in die technischen Details (obwohl ich könnte! Mühsam erworben, sage ich nur, mühsam erworben!!), sondern präsentiere Ihnen gleich die Lösung.
Sie haben folgende Optionen:
Sie können sich stundenlang durch Computerforen im Internet lesen und aufregende Namen diverser Kabel, Boxen und Adapter lernen, sowie sich einarbeiten in die Vorzüge, Nachteile, Preise und Händler. Und dann können Sie viel Geld ausgeben und raffinierte Kabelverbindungen konstruieren und vielleicht haben Sie dann auch noch gute Laune. Wer weiß. Ich kenne Sie ja nicht. Vielleicht haben Sie Spaß an so etwas.
Oder Sie nehmen das hier:

Es ist kaum größer als eine Streichholzschachtel und wird hinten in die wii gesteckt und dann mit einem Fernseher, einem Monitor oder einem Beamer mit einem Hdmi-Kabel verbunden. Es verwandelt die analogen Signale der wii in digitale Signale.
Und damit können Sie Ihre steinalte, 12 Monate auf dem Buckel habende Nintendo wii noch ein wenig weiter benutzen in unser schönen schnelllebigen Welt…
Gut, nicht?
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Hier geht es zur Herstellerseite (Deluxecable):
http://www.deluxecable.de/audio-video-geraete/wandler-konverter/konverter-zu-hdmi/ligawo-wii-hdmi-konverter-skaler-1080p/a-6518816/
ulrike: Wednesday, 14. November 2012, 17:02 in
Allgemein
Schönheit liegt ja immer im Auge des Betrachters, aber heute stelle ich ein Buch vor, das auch für mich schöne, oft schon vergessene Wörter präsentiert: “Lexikon der schönen Wörter. Von anschmiegsam bis zeitvergessen.”
Ich gebe zu, ich habe ein kleines Faible für alte Wörter. “Putzig” zum Beispiel. Oder “Pein”. Meine Freundin Gesine Schulz und ich sprachen neulich auch über “schmunzeln” und “grienen”. Nun habe ich nicht all diese Wörter im Lexikon der schönen Wörter gefunden, aber doch einige andere, die meine alte Germanistinnenseele erfreuen. Und viele Wörter, die auch heute noch oft gebraucht werden.
Hier ein Beispiel für ein fast vergessenes:
“anwandeln”
Das Zitat dazu: “Eines Morgens wandelte ihn die Lust an, unter Menschen zu gehen.”
(Na, na? Erkannt? Nein, kleiner Scherz. Wenn Sie erkannt haben, dass das aus Athur Schnitzlers “Die grüne Krawatte” ist, verdienen Sie wahrscheinlich Ihr Geld mit solcher Literatur.)
oder:
“glucksen”.
Begleitet von einem wunderbaren Zitat, das mir wirklich Spaß macht: “Er war komisch: in seinen langen Beinen zuckte die Lustigkeit, in seiner Nase steckte die gute Laune, in seinem Kehlkopf gluckste der Humor.” Es stammt von Kurt Tucholsky aus “Richard Alexander”. Ich spüre es schon in meiner Nase kribbeln.
Wenn Sie keine Freude an Wörtern haben, werden Sie meinen Blogeintrag leider heute nicht verstehen. Aber da kann ich Ihnen dann auch nicht helfen. Für alle anderen wärmstens empfohlen, für kleine Schmökerminuten:
Walter Krämer, Roland Kaehlbrandt: Lexikon der schönen Wörter. Von anschmiegsam bis zeitvergessen. Piper Verlag, 256 Seiten, kartoniert, € 9,99 [D], € 10,30 [A], sFr 14,90, ISBN: 9783492273183
Und hier geht es zur Verlagsseite
ulrike: Thursday, 27. September 2012, 13:19 in
Allgemein
Unerschrocken bin ich wie ein kleines Trüffelschwein auf der Suche nach den besten Entspannungstipps für zu Hause. Natürlich nur für Sie, meine lieben Leserinnen und Leser.
Und ich habe im Rahmen meiner Recherche rund um die CranioSacrale Therapie etwas ausgebuddelt, was Sie vielleicht noch nicht kennen: Den Still Point Inducer. Oder eingedeutscht: Der Ruhepunkt-Einführer. Wir verstehen, warum man bei diesem Produkt lieber auch in Deutschland beim englischen Namen bleibt…
Der Still Point Inducer sieht aus wie zwei abgeschnittene Tennisbälle in einem roten Gummimäntelchen, ist erstaunlich leicht und kann damit auch gut auf Reisen mitgenommen werden. Er liegt bei Einsatz etwa in Ohrenhöhe Ihres Nackens, während Sie auf ihm und auf Ihrem Rücken ruhen, und diese zwei Punkte des Produkts, die links und rechts den Kopf berühren, ermöglichen der Wirbelsäule, frei nach unten zu hängen. Das ist entspannend. Ohne Frage. Oder wie die Homepage des Upledger-Instituts sagt: “Der Stillpoint-Inducer übt einen leichten Druck auf die craniale Basis aus, es entsteht ein sog. Ruhepunkt. In diesem Ruhepunkt hat der Körper die Möglichkeit, Schmerz und Stress zu reduzieren.”
Das kann ich bestätigen.
Auf Englisch klingt das allerdings viel besser: “Enter A State Of Deep Relaxation”, steht auf der Verpackung. “Treten Sie in einen Zustand tiefer Entspannung”, übersetze ich das. Und ich glaube, diese Beschreibung ist korrekt, wenn man sich nur ausreichend Zeit für das Gerät nimmt. 10 bis 15 Minuten bis zu vier Mal am Tag wird empfohlen. Ich greife immer mal wieder dazu und finde es aber auch bei kürzerer Anwendung wohltuend.
Ich bin übrigens ein großer Fan von diesen amerikanischen Produkten, die ohne Texteingriffe auf der Verpackung unser Land erreichen. Ich finde das spannend. Die Werbung ist so schön ohne Berührungsängste. Auch auf der Packung des Still Point Inducers werde ich fündig. Ich lese da ein Lob über den Still Point Inducer, von einem “Guest on The Oprah Winfrey Show”. Wer dieser Gast in Oprahs Show war, bleibt geheim! Wenn das nicht spannend ist, bei aller Entspannung…
Der einzige Kritikpunkt: Der Preis des Produktes scheint mir, gemessen an dem Materialwert, doch recht hoch. Immerhin kostet der Still Point Inducer 19,90 Euro + 2,50 Euro Versandkosten. Das Upledger-Institut begründet den Preis durch den direkten Import aus den USA. Sie wären preislich gebunden. Ich messe das Produkt also an seiner Wirkung. Und die ist einfach unbezahlbar.
Und hier geht es zum Upledger-Shop: Still Point Inducer
ulrike: Thursday, 27. September 2012, 10:08 in
Allgemein
Ich bin Versuchskaninchen. Ich nehme an einer Studie der Naturheilkundeklinik hier in Essen teil und werde seit ein paar Wochen mit der CranioSacralen Therapie behandelt. Eine Therapeutin drückt leicht auf Punkte vor allem des Kopfes und der Wirbelsäule.
Und um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin begeistert! Meine Kopfschmerzen sind innerhalb von Minuten verflogen, haben sich in wohlige Entspannung aufgelöst und von Woche zu Woche wird meine Wirbelsäule beweglicher. Wenn Sie mich mal treffen – ich sehe zur Zeit ganz lieb aus. Sanft. Geradezu glücklich. Und das, obwohl ich bis zum Hals in Arbeit stecke.
Es ist mir schleierhaft, warum Krankenkassen zögern, diese Therapie zu bezahlen. Sie könnten Unsummen für Medikamente & Co. sparen. Da ich aber nicht darauf warten kann, dass die Krankenkassen schlauer werden, ich aber andererseits nie wieder dieses wohlige Gefühl im Nacken verlieren will, habe ich mir dieses Buch besorgt: Geert Groot Landeweer – Einführung in die CranioSacrale Therapie. Wie man körperliche Blockaden selbst lösen kann. Es ist zuletzt im Südwest Verlag erschienen.
Dieses Buch ist kein nettes kleines Buch, wie Sie innerhalb von zwei Tagen zum begabten Therapeuten aufsteigen. Sie kennen ja sicher auch diese Anleitungen, die es zum Beispiel zur Akupressur gibt. Hier drücken, da drücken, und es wirkt. So ein Buch ist das hier nicht, sondern tatsächlich eine gründliche, und aus meiner Warte umfassende Darstellung der CranioSacralen Therapie nach John Upledger, einem osteopathischen Arzt und Chirurg in den USA. Man muss sich schon etwas Zeit nehmen. Ziel der CranioSacralen Therapie ist es, den Patienten in seinem eigenen Gesundungsprozess zu unterstützen. “Das wird durch eine spezielle Form des Berührens möglich, die behindernde Einschränkungen und Verhärtungen im Körper aufzuspüren und zu behandeln vermag”, heißt es in Landeweers Buch. Und das vermag es wirklich. Ich habe es ausprobiert.
Das Erstaunliche ist die Leichtigkeit der Berührung (im Buch wird ein Druck von 5 Gramm angegeben.) Es ist mehr ein Nachspüren in die Haut, das – auch wenn ich mich nun selbst behandle – erstaunliche Wirkung zeigt. Wer schon lange unter Nackenschmerzen, Kopfweh, Migräne oder stressbedingten Störungen leidet und neugierig ist, eine neue, sehr effektive Methode kennenzulernen, dem ist hier ein nützliches Buch an die Hand gegeben. Landeweer präsentiert nicht nur die Grundlagen der Therapie, vorbereitende Informationen und Übungen, sondern Selbst-Übungen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder, Partnerübungen und Übungen für Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder.
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Gert Groot Landeweer: Einführung in die CranioSacrale Therapie. Wie man körperliche Blockaden selbst lösen kann.
Gebundenes Buch, Pappband, 288 Seiten, 16,0 x 22,0 cm
200 Farbfotos und 30 Illustrationen
ISBN: 978-3-517-08597-5
€ 22,00 [D] | € 22,70 [A] | CHF 31,50* (* empf. VK-Preis)
ulrike: Monday, 17. September 2012, 08:40 in
Allgemein