Wadenkrampf
Seit 1988 in Großbritannien schreibt Petra Große in ihrem Blog darüber, einen 4-Stunden-Marathon zu knacken und einen passenden Marathon Man über die Ziellinie zu schleppen.
AUSzeit!!!!
NIE wieder!!!
Oder wenigstens nicht in den nächsten Wochen und Monaten. Fast eine Woche habe ich gebraucht, um mich durchzuringen, mein Blog zu vervollständigen.
Hallo lieber Leser, ich bin eine Niete!!
In 4 Stunden, 34 Minuten und lächerlichen 7 Sekunden ist die Lahme Ente über die Ziellinie im Amsterdamer Olympiastadium gekrochen.
(….WAS für ein passender Abschluss …..nach den olympischen Spielen in London……)
Gefolgt von einer Horde Hollandräder, die vor NICHTS halt machen!
(…..kann mir DAS mal jemand erklären….WARUM sind die so aggressiv auf ihren Drahteseln???)
Auch nicht vor gepeinigten Marathonläufern, die stundenlang Unterhaltungen mit sich und ihrem inneren Schweinehund haben,
(…90 Prozent eines Marathon sollen angeblich im Kopf stattfinden….irgendein psychoLOGISCHer MIST…wobei von LOGIK und Marathonlaufen wirklich KEINE Rede mehr sein kann….WARUM tue ich mir DAS ständig an???)
der schon nach 2 Stunden laufen, gänzlich die Pfoten dicke hat und findet, dass man jetzt aufhören und ins Körbchen gehen könnte.
Aber NEIN!
Die disziplinierte Marathon-Tussi läuft weiter, an der x-ten Windmühle vorbei, genervt von dem holländischen Schlagersänger, der, auf einem Kutter auf der Amstel angekettet, irgendeine Serenade herunterheult, um uns Läufern das Leben LEICHTER zu machen.
(…das Schlumpf Lied hätte noch gefehlt…..)
Ich hatte ja KEINE Ahnung wie schrecklich SCHÖN Amsterdams Industriegebiet ist. Und wie lange es sich hinziehen kann!!
Archie war ja der Meinung, ich hätte die Strecke am Samstag eingehend studieren sollen.
(….wozu denn DAS….wenn man anstelle…..romantisch an den Liebsten gekuschelt…. ein Glas Wein in der Hand….. auf einer Gondel unter Grachten schippern kann…..)
Streckenkenntnis sei ALLES!!
Ich bin NATÜRLICH anderer Meinung.
Hätte ich gewusst, wie viele Windmühlen ich auf meinem Leidensweg zählen durfte, wäre ich vermutlich noch am Start mit Don Quixote durchgebrannt und hätte den Marathon sausen lassen.
(….es könnte natürlich sein, dass ich die Windmühlen in meiner Verzweiflung AUCH nur halluziniert habe….)
Auf jeden Fall, waren DAS die längsten 42,195 Kilometer meines Lebens!
NIE wieder!!!
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